STELLUNGNAHME VON UNGARISCHEN KATHOLIKEN – Lasst uns gemeinsam für einen gerechten Frieden kämpfen!

Das ukrainische Volk leidet unter schweren Angriffen durch die Aggression der russischen Macht. Der russische Präsident und seine Komplizen haben sich des Mordes an unzähligen Menschen schuldig gemacht. Dieses Gemetzel kann nur durch ein einheitliches, entschlossenes Vorgehen gegen mörderische Absichten verhindert werden.

Ohne Gerechtigkeit gibt es keinen wahren Frieden. Dies wird konsequent von der christlichen Lehre vertreten, worauf auch Papst Franziskus in seiner letzten Lebensphase hingewiesen hat, und dies verlangt die grundlegende Menschlichkeit. Auch die Sozialenzyklika „Eine gerechtere und brüderlichere Welt!” der Ungarischen Katholischen Bischofskonferenz macht auf die Bedeutung der Gerechtigkeit aufmerksam. Im Falle eines kriegerischen Konflikts kann das plötzliche Niederlegen der Waffen und die anschließende Gleichbehandlung von Angreifer und Opfer nicht zu dauerhaftem Frieden führen, da ein solches Vorgehen die Aspekte der Gerechtigkeit außer Acht lässt. Das wäre so, als würden wir uns mit einem Mörder, der in unser Haus eingebrochen ist und einige unserer Familienmitglieder getötet hat, an den gedeckten Tisch setzen und darüber diskutieren, was jeder von uns sich wünscht, damit nicht noch mehr Menschen sterben.

Nein: Der Mörder muss gestoppt, entwaffnet und bestraft werden, und der Angegriffene hat das Recht und die Pflicht, sich zu verteidigen.

So schreibt es der Katechismus der Katholischen Kirche (KKK):

„Die Liebe zu sich selbst bleibt ein Grundprinzip der Sittenlehre. Somit darf man sein eigenes Recht auf das Leben geltend machen. Wer sein Leben verteidigt, macht sich keines Mordes schuldig, selbst wenn er gezwungen ist, seinem Angreifer einen tödlichen Schlag zu versetzen.“ (KKK 2264)

„Die rechtmäßige Selbstverteidigung ist nicht nur ein Recht, sondern kann auch eine schwere Pflicht für diejenigen sein, die das Leben anderer schützen müssen. Der Schutz des Gemeinwohls erfordert, dass der unrechtmäßige Angreifer unschädlich gemacht wird. Unter diesem Titel haben die rechtmäßigen Inhaber der öffentlichen Gewalt auch das Recht, Waffen einzusetzen, um die unrechtmäßigen Angreifer der ihnen anvertrauten Bürgergemeinschaft abzuwehren.“ (KKK 2265)

Wenn eine Organisation, eine Nation oder eine Gemeinschaft sich bemüht, das angegriffene Ukraine mit verschiedenen Mitteln, auch mit Waffen, zu unterstützen, um sein Territorium und seine Bürger zu schützen, dient diese Handlung einem gerechten Frieden. Die immer breitere und entschlossenere internationale Zusammenarbeit zur Eindämmung der mörderischen Aggression der russischen Macht ist nicht nur zu begrüßen, sondern ein einheitliches Vorgehen ist auch dringend notwendig, damit das Blutvergießen, die Ungerechtigkeit und der Krieg so schnell wie möglich ein Ende finden.

„Wir möchten den Entscheidungsträgern der EU unseren Dank dafür aussprechen, dass sie der Ukraine und dem ukrainischen Volk in den letzten drei Jahren eine beispiellose humanitäre, politische, wirtschaftliche, finanzielle und militärische Unterstützung gewährt haben. Wir schätzen auch die unermüdlichen Bemühungen von zivilgesellschaftlichen Organisationen (darunter zahlreiche kirchliche Gruppen) und einfachen Bürgern, die ihre Solidarität mit den Menschen, die unter den Folgen des Krieges leiden, konkret zum Ausdruck gebracht haben“, erklärte der Vorsitz der Kommission der Bischofskonferenzen der Europäischen Union (COMECE) in seiner Erklärung vom 4. März dieses Jahres.

Wer dieses einheitliche Vorgehen behindert, wer die internationale Solidarität mit der Ukraine, die sowohl von Papst Leo XIV. als auch von seinem Vorgänger Papst Franziskus als Märtyrer bezeichnet wurde, angreift und als kriegsbefürwortende Haltung bezeichnet, ist ein Feind des gerechten Friedens.

Als Christen ist es unsere Pflicht, unsere Stimme gegen Ungerechtigkeit zu erheben und damit zur Verwirklichung eines echten, gerechten Friedens beizutragen.

Hirdetés
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Juni 2025

Erik Bitemo, Informatiker, Akolyth
Katalin Füzér, Soziologin, Universitätsdozentin
István Gégény, Theologe
Rita Glózer, Medienwissenschaftlerin, Universitätsdozentin
Ferenc Hardi, Geisteswissenschaftler, pastoraler Mitarbeiter
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István Kamarás, Religionssoziologe
Miklós Király, Jurist, Universitätsprofessor
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Csaba Orova, Theologe
Eszter Sáhó, Juristin
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